Baumschule
Der Schule angegliedert ist eine kleine Baumschule. Sinn und Zweck dieser Anlage soll es sein, den Kaffeebauern der Region günstig neues, resistentes Pflanzmaterial anbieten zu können, um die laufenden Kosten der Kaffeepflanzungen günstig zu gestalten. Dazu werden neue Sorten aus den Usambarabergen eingekreuzt. Weiterhin gilt es, nicht nur den Schülerinnen und Schülern ein immer dringender werdendes Problem am Kilimandscharo vor Augen zu führen, sondern zusammen mit den Eltern und Erwachsenen der beteiligten Dörfer ein selbst verursachtes Problem zu thematisieren: das Ausmaß der Abholzung an den Hängen des Kilimandscharo. Es wird den Bauern immer deutlicher, dass sie nicht nur Bäume für Feuerholz schlagen müssen, sondern dass Aufforstung das Gebot der Stunde ist; denn gerade im hügeligen Kilimandscharogebiet nimmt die Erosion durch Regenwasser inzwischen verheerende Ausmaße an. So muss jeder Kaffeebauer, der Setzlinge im MVTC kauft, eine bestimmte Anzahl von Schattenbäumen mit erwerben und sich verpflichten, sie zu pflanzen und zu pflegen. Die Kontrolle dieser Maßnahme ist in den Dörfern jedoch nur bedingt möglich. Wir versuchen jedoch, durch intensive Schulung einheimischer Kräfte, das Bewusstsein für diese Problematik zu wecken.
Eine Arbeiterin ist in der Baumschule fest angestellt. Sie wird aus dem Verkaufserlös der Pflanzen entlohnt und die restlichen Einnahmen dienen dazu, die laufenden Kosten der Schule abzudecken.